40. Internationales Kitzbüheler Horn Bergrennen

25/7/2020
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Kitzbühel
|
AT
Bergzeitfahren
Distanz (km):
7
Höhenmeter:
870
Dauer:
35 Minuten
Autor/in:
Simon Huber

Beim Bergzeitfahren auf das berüchtigte Kitzbüheler Horn starteten für das Team unser U19-Fahrer Tristan Leopold und die drei Elitefahrer Simon Huber, Laurentius Sauer und Thomas Dobner. Bei dem anspruchsvollen Bergrennen, das international stark besetzt war, mussten auf sieben Kilometern Anstieg 870 Höhenmeter bewältigt werden. Die durchschnittliche Steigung von 13% verlangte den Fahrern alles ab, speziell die steilen Rampen mit über 22%. Dafür hatten alle 190 Starter ideale äußere Bedingungen bei 15°C und bewölkten Himmel.

Nachdem Tristan sein Aufwärmprogramm auf der Rolle abgespult hatte, nahm er als erster Teamfahrer das Rennen auf. Dabei wurde aufgrund von Covid-19 kein Massenstart ausgerichtet, sondern ein Bergzeitfahren mit Einzelstart im Abstand von 20 Sekunden. Unser U19-Fahrer schlug sich bei seinem erst dritten Renneinsatz beachtlich und kämpfte sich nach 43:25 als sechster seiner Altersklasse ins Ziel.

Laurentius eröffnete schließlich als erster NLR-Elitefahrer die heiße Phase. Als ausgewiesener Bergspezialist, was er bereits beim Pfänder Bergrennen drei Wochen zuvor unter Beweis gestellt hatte, ging er mit hohen Erwartungen ins Rennen. Allerdings hatte er vor allem in den extrem steilen Abschnitten an diesem Tag seine Probleme und ließ dort wertvolle Zeit auf der Straße, wodurch er das Bergzeitfahren mit einer Zeit von 36:16 beendete.

Tom nahm das Rennen aus dem hinteren Starterfeld in Angriff. Er konnte einen guten Rhythmus fahren bis ihm im letzten Drittel des Anstiegs die permanent hohe Steigung Rückenprobleme verursachte und er seine Pace etwas drosseln musste. Im Ziel auf 1660 Metern Höhe kam er nach 36:32 an und war etwas enttäuscht über Platz 14 in der Eliteklasse.

Als letzter Teamfahrer ging Simon kurz danach auf die Strecke und erwischte einen super Tag. Zwar hatte er ebenfalls in den extrem steilen Passagen zu kämpfen, vor allem da es keine Flachstücke für eine Erholungspause gab, dafür konnte er seinen Rhythmus konsequent durchziehen. Er teilte sich das Rennen sehr clever ein und konnte gegen Ende noch einmal das Tempo erhöhen und sogar den vor ihm gestarteten Fahrer vom Union Raiffeisen Radteam Tirol aus der dritten Profiliga überholen. Völlig ausgepumpt kam er im Ziel nach 35:25 auf dem 9. Platz im Elitefeld an. Im Zielbereich wurde er bereits von unserem sportlichen Leiter Heinz Kargl erwartet, der sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen war und sich darum kümmerte, dass warme Bekleidung und Verpflegung für eine optimale Regeneration der Sportler bereit standen.

Im Anschluss an die Siegerehrung ging es sehr komfortabel mit der Gondel ins Tal, wo Tristan, Simon und Tom die Gelegenheit nutzten um noch eine kleine Trainingsrunde zu absolvieren und das Laktat aus den Beinen zu bekommen. Bei warmen Sonnenschein fuhren die Jungs knappe 60 Kilometer durch die schöne Tiroler Berglandschaft über Kössen und St. Johann und machten sich nach fast zwei Stunden anschließend auf den Heimweg.

Insgesamt war es zwar ein harter, aber auch ein sehr schöner Tag in den Bergen. Wobei wir als Team endlich mal wieder die Gelegenheit bekamen in der momentanen Situation Rennluft schnuppern zu können und uns mit hochklassiger Konkurrenz zu messen. Ein großes Lob geht dabei an den Veranstalter. Der SV Kitzsport stellte trotz hoher Auflagen ein super Event auf die Beine mit einer tollen Organisation, was zu diesem Zeitpunkt sicher nicht selbstverständlich war.

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